Zwerganton im Steinbruch

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Der verhängnisvolle Tag im Steinbruch

Als die Sonne in Alverdissen aufging erwachte Zwerg Anton und kroch unter seinem Stein hervor. Husch, husch, husch verschwand er schnell im dichten Unterholz vom Küsterbusch. Er hörte die anderen Zwerge lachen, wie immer, wenn er es verschlafen hatte, waren sie dabei sich über ihn lustig zu machen. Er gähnte laut und streckte sich, spritzte Wasser ins Gesicht. Die Katzenwäsche musste langen, denn er sah mit Bangen, dass die anderen schon ein ganzes Stück des Weges waren gegangen. So schnell es ging lief er dem Trüppchen hinterher, er schniefte und keuchte, denn seine Last war ziemlich schwer. Mit geschulterter Spitzhacke schritt der kleine Mann tapfer voran.
Anton war ein braver Zwerg und verrichtete seine Tagwerk im Steinbruch von Alverdissen. Manchmal fand er das ganz schön besch... eiden.
Hart war die Arbeit und schwer, die Zwerge wurden schlecht entlohnt dafür. Doch Anton war voller Tatendrang und machte sich mit Fleiß daran, mit der Hacke zu spalten das Gestein vom Berg.
Gegen Mittag brannte die Sonne gar zu arg, da verzog er sich, der kleine Zwerg und verschwand unter dem Geröll. Dort war es kühl und nicht mehr so grell. Durch einen Spalt sah er etwas in der Sonne glitzern und kroch ganz schnell aus seinem Versteck. Bevor er zu der Stelle kam, war das Glitzern jedoch weg. Es war ganz bestimmt ein Bergkristall. Anton suchte ihn überall, doch er blieb verschwunden. Sicherlich hatte ihn ein anderer Zwerg unterdessen schon gefunden.
Zwerg Anton kratze sich den Kopf, die Sonne brannte heiß auf seinen Schopf, so kroch er wieder unter einen großen Stein. Leider kam er nicht ganz in den Spalt hinein, da drinnen lagen schon zwei Zwerge. Anton fand das ziemlich frech, immer hatte er nur Pech.
Auf einmal zog etwas derb an seinen Beinen und Anton begann zu greinen. Er wurde in die Luft gehoben, dass war vielleicht eine Aussicht von da oben. Doch ihm verging sehr schnell das Staunen, als er in die Augen blickte, die großen Braunen.
„Was treibst du da unter dem Gestein? Sollst doch bei der Arbeit sein!“ fing eine Stimme laut an zu schreien.
Sie gehörte zu Gottfried, einem dicken Mann, der jeden Tag ab Mittag kam, um den alten Gustav zu vertreten. Wenn Gottfried auftauchte, begannen die Zwerge heimlich zu beten. Denn der Aufseher war ein fieser Kerl, er brüllte und kommandierte nur herum. Selber machte er niemals einen Finger krumm. Der alte Gustav jedoch war nett zu den Zwergen, er hatte immer ein paar Krümel Brot für sie bereit. Doch Gustav ging zur Mittagszeit.
Gottfried stellte den Anton wieder unsanft auf die Erde nieder.
„Mach dich an die Arbeit du fauler Wicht, sonst bekommst du deinen Lohn heute nicht!“
Anton trottete davon, Gottfried brüllte laut vor Zorn. Der kleine Zwerg stieg mutig auf den Berg und setzte seine Hacke an, imponieren wollte er dem großen Mann.
Er holte kräftig aus, um die Spitze in den Stein zu schlagen, dass tat er wieder und wieder. Doch plötzlich spritzte ihm Gestein ins Gesicht und Anton verlor sein Gleichgewicht.
So nahm das Schicksal seinen Lauf.
Anton stürzte in die Tiefe hinab, prallte auf den Steinen ab, hart schlug sein schmächtiger Körper auf dem Boden auf.
Alle Zwerge kamen angelaufen, hockten sich vor ihm nieder.
Anton lag ganz stumm da, verrenkt waren all seine Glieder.
Er war tot, der kleine Zwerg, gestorben als Held beim Tagewerk.
Die Zwerge nahmen ihre Mützen ab und begannen leise zu beten, selbst der dicke Gottfried schaute sehr betreten.
 

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