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Winternacht
Verschneit liegt rings die ganze Welt, Ich hab Nichts, was mich freuet, Verlassen steht der Baum im Feld, Hat längst sein Laub verstreuet. Der Wind nur geht bei stiller Nacht Und rüttelt an dem Baume, Da rührt er seinen Wipfel sacht Und redet wie im Traume. Er träumt von künftiger Frühlingszeit, Von Grün und Quellenrauschen. Wo er im neuen Blütenkleid Zu Gottes Lob wild rauschen
J. Frhr. v. Eichendorff (1788-1857
Quelle: Edelsteine: eine Festgabe der schönsten Gedichte aus den neuesten Dichtern Karl Goedeke



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