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Herbstwanderung Bad Pyrmont
Seit tausenden von Jahren fließt die Emmer durch den Pyrmonter Talkessel, aber nicht der Fluß ist für die Entstehung von Bad Pyrmont von Bedeutung, sondern die zahlreichen Wasserquellen. Bereits in der germanisch- römischen Zeit waren die Heilquellen bekannt, wie Funde von Gewandnadeln (Fibeln), Schnallen, Broschen und römischen Münzen am Hylliger Born und Brodelbrunnen beweisen. Richtig bekannt wurde der Hylliger Born bei Lügde (Bad Pyrmont gab es noch nicht), durch ein Gerücht. Es hieß, die Wasserquellen würden Wunder bewirken und jedes Gebrechen heilen. Zehntausende Menschen aus ganz Europa strömten zu den Quellen und suchten Genesung von ihren Leiden. In der Geschichtsschreibung ist dieses Ereignis als grosses Wundergeläuf bekannt geworden. In historischen Schriften wurde Pyrmont erstmalig 1184 erwähnt. Im 17. und 18 Jahrhunderts steigt Bad Pyrmont zum Modebad des Adels und der Intellektuellen auf. Zar Peter der Große, Friedrich der Große, Friedrich Wilhelm der II - König von Preusen, Benjamin Franklin, Wilhelm der I - deutscher Kaiser, Lessing und natürlich Goethe waren Gäste. Unsere Wanderung startet auf dem Parkplatz vor den Gondel Teich nähe des Erlebnisbades. Unser erstes Ziel ist ein Wasserschloss das im Jahre 1562 vollendet wurde. Bauherr war Philipp Spiegelberg, der im Stil der Weserrenaissance einen dreigeschossigen Bau errichtete. Weiter geht es entlang des Kurparks, den wir am Ende der Wanderung besuchen. Springbrunnen und ein wunderschöner Bauerngarten beeindrucken. Durch den Bergkurpark wandernd, erreichen wir die beeindruckende Bombergallee. Am Waldrand wird es endlich urig. Versteckte Waldwege (Philosophenweg) schlängeln sich durch uralte Buchenwälder. Buchen mit gewaltigen Wurzelwerken bieten zahlreiche Motive für Fotografen. Nach etwa 1 Stunde erreichen wir die Holzhäuser Erdfälle. Bei den über 300 Jahre alten Trichtern handelt es sich Erdfallabstürze. Unterirdische Auslaugungen von Steinsalz, durch Grundwasser, bilden Hohlräume. Werden die Hohlräume zu groß, brechen sie zusammen und an der Oberfläche sackt der Boden nach. Zurück geht es über die Sennhütte zum Spelunkenturm mit phantastischen Panoramablick über den Pyrmonter Talkessel. Nach etwa 3 Std. und 12,4 Km erreichen wir die Wandelhalle. Sechs verschieden schmeckende Wunderwässer geben uns neue Kraft den Kurpark zu erforschen. Der Park ist einer der schönsten Parks in Deutschland, mit einen alten Baumbestand und einer 430 Jahre alten Palme ( Leo )
Auf dieser Herbstwanderung fallen immer wieder die zahlreichen Pilze auf, für den Markrofotografen ein Eldorado, für den Pilzsammler eine riesige Gefahr. Ich kann nur warnen, wer sich mit Pilze nicht 100 prozentig auskennt - Hände weg. Giftige Pilze können das Leben schnell verkürzen. Da helfen nicht einmal mehr die Wunderquellen in Bad Pyrmont.
Übrigens wenn es im Wald übel nach Aas riecht ist die Gemeine Stinkmorchel nicht weit. Meine Gastautorin Martina Berg von PhotoLokal.de hat einen sehr interessanten Artikel über den Leichenfinger, wie dieser Pilz auch genannt wird, geschrieben hier.
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Tourenkarte
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Die Tourenkarte wird bei Googel Maps angezeigt.
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GPX Track
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